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PRESSEINFORMATION


EU Bürger: Ohne Euch geht’s nicht


Während Hai- und Meeresschützer in den USA und im Vereinigten Königreich international große
Erfolge feiern, weigert sich die EU nach wie vor ein generelles Handelsverbot für Haiflossen
einzuführen. Um endlich auch in der EU das Verbot zu erwirken, startet die internationale
Artenschutzorganisation Sharkproject eine neue Kampagne, die die europäische Bürgerinitiative „Stop
Finning – Stop the Trade“ unterstützt. Die Deutsche Postcode Lotterie fördert die transnationale
Kampagne mit 30.000 Euro.


Wien / Heusenstamm, 23.06.2021 – Nachdem das Vereinigte Königreich bereits im Mai 2021 ein
Handelsverbot mit Haiflossen eingeführt hat, verabschiedete nun auch der US-Senat am 08. Juni
2021 das Verbot, Haiflossen zu handeln. In Anbetracht dieser Entscheidungen ist jedoch eines
besonders auffallend: in der EU ist der blutige Handel mit Haiflossen, trotz aller Bemühungen, nach
wie vor erlaubt.


Petra Schwerdtfeger, Vorsitzende von Sharkproject Germany: „Mit ihrem generellen Handelsverbot
von Haiflossen senden die USA und Großbritannien ein wichtiges Signal an die EU, endlich gesamteuropäisch und international aktiv zu werden. Weltweit werden mind. 73 Mio. Haie allein wegen ihrer
Flossen brutal getötet. Nur gemeinsam können wir das Aussterben der Haie verhindern.“
Europäische Artenschützer sind erzürnt über Tatenlosigkeit der EU
Die Passivität der EU löst Ärger bei den Hai- und Artenschützern in Europa aus. Im Rahmen der
europäischen Bürgerinitiative „Stop Finning – Stop the Trade“ setzt sich Sharkproject, mit über 90
anderen Arten- und Umweltschutzorganisationen, für ein EU-weites Verbot für den Import, Export und
Transit von losen Haiflossen ein. Für einen Erfolg benötigt die Bürgerinitiative die Unterschriften von
einer Million EU-Bürgern. Bisher haben rund 233.600 EU-Bürger für ein Handelsverbot mit Haiflossen
gestimmt. Neben den einen Millionen Stimmen ist seitens EU, bei diesem gewaltigen Mittel der
Direktdemokratie, noch vorgeschrieben, dass sieben EU-Länder ein definiertes Minimum an Stimmen
erreichen. Während Österreich mit knapp 41 % der Stimmen nicht einmal die Hälfte erreicht hat,
scheint in Deutschland, mit fast 82 %, dieser Meilenstein bereits in Reichweite. Von den 27 EUMitgliedsstaaten haben bislang nur Frankreich und Portugal das benötigte Minimum an Stimmen
erreicht. (Stand 22.06.2021)


Herbert Futterknecht, Vorsitzender von Sharkproject Austria: „Obwohl Arten- und Umweltschützer seit
Jahren vor dem Aussterben der Haie warnen, ist der Handel mit Haiflossen in der EU noch immer
erlaubt. Solange es in Europa und innerhalb der EU kein generelles Verbot für den Handel mit
Haiflossen gibt, ist die EU maßgeblich an der Ausrottung der Haie und somit an der Zerstörung
unseres Planeten beteiligt. Die Haie stehen an der Spitze der Nahrungskette unserer Ozeane. Die
Ozeane produzieren über 50 % unseres überlebenswichtigen Sauerstoffs. Ein Kippen dieses
sensiblen Ökosystems muss verhindert werden.


Neue Sharkproject-Kampagne unterstützt die EU-Bürgerinitiative: Stop Finning – Stop theTrade

Sharkproject möchte mit seiner neuen Kampagne „Ohne dich geht’s nicht“ mehr Aufmerksamkeit und
damit Unterschriften für die Initiative „Stop Finning – Stop the Trade“ gewinnen. Der Fokus liegt auf
jedem einzelnen EU-Bürger. Das Ziel – ein internationales Verbot für den Handel mit Haiflossen und
den Schutz der Haie – kann nur erreicht werden, wenn jeder die Forderung für die Gesetzesänderung
unterschreibt: EU-Bürgerinitiative
Hendrik Lüke, Sharkproject Kampagnenleiter „Ohne dich geht’s nicht“: „Obwohl es für unsere Umwelt
so wichtig ist, bekommt das Thema Haischutz auch in Deutschland und Österreich viel zu wenig
Beachtung. Mit unserer Kampagne geben wir jedem ein Gesicht und zeigen, dass wir nur mit
gemeinsamen Bemühungen die geforderten eine Millionen Unterschriften für die EU-Bürgerinitiative
sammeln können. Nur gemeinsam werden wir das Überleben der Haie sicherstellen. Auf dieser
Grundlage ist die Idee zur Kampagne „Ohne dich geht’s nicht“ entstanden. Zum Kampagnenauftakt
versenkten wir ein übergroßes „Ohne dich geht’s nicht”-Plakat als neuen Publikumsmagneten im
Indoor-Tauchzentrum monte mare Rheinbach.“


Großzügige finanzielle Unterstützung für die „Ohne Dich geht’s nicht“-Kampagne
Die Deutsche Postcode Lotterie fördert die Kampagne von Sharkproject Germany e.V. mit 30.000
Euro.


Petra Schwerdtfeger, Vorsitzende von Sharkproject Germany e.V., ist erfreut, dass Teilnehmer der
Deutschen Postcode Lotterie mit dem Kauf ihrer Lose die „Ohne Dich geht’s nicht“-Kampagne
unterstützen: „Dank den Postcode-Lotterie Teilnehmern haben wir die Möglichkeit, die Europäische
Bürgerinitiative im Rahmen unserer Kampagne der breiten Öffentlichkeit im deutsch-sprachigen Raum
vorzustellen. Mit der EU-Bürgerinitiative haben wir die einmalige Chance, als EU-Bürger direkten
Einfluss auf die EU-Gesetzgebung zum Schutz der Haie und damit der Ozeane zu nehmen. Diesen
Einfluss sollte jeder stimmberechtigte Bürger nutzen, denn: ohne Dich geht’s nicht!”
Petra Rottmann, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: „Wir freuen uns sehr, dass
wir Dank des Engagements unserer Teilnehmer dieses wunderbare und für unser Ökosystem so
wichtige Projekt unterstützen können. Für die Umsetzung wünschen wir alles Gute und viel Erfolg.“
Bürgerinitiative „Stop Finning – Stop the Trade“ läuft noch bis 31. Januar 2022
Aktuell läuft die EU-Bürgerinitiative „Stop Finning – Stop the Trade“ bis 31.1.2022. Ihr Ziel: den Handel
mit losen Haiflossen in der Europäischen Union verbieten. Grundsätzlich ist das „Finning“ in der EU
verboten; bei den Haien, die Flossen oft bei vollem Bewusstsein abgetrennt und die Haikörper direkt
auf offener See entsorgt werden. Leider werden nur ca. 5 % der Trawler kontrolliert, sodass dieses
Verbot kaum durchgesetzt wird. Völlig legal werden so jedes Jahr viele Millionen Haie gefangen, ihre
Flossen nach dem Anlanden abgetrennt und mit hohem Profit verkauft. Mit Spanien, Portugal und Frankreich ist die EU-Weltmarktführer im industriellen Haifang und dazu noch ein Hauptakteur im
Flossenexport nach Südostasien, Endprodukt: Haiflossensuppe. Den Vorbildern aus anderen Ländern
folgend, will die Bürgerinitiative deswegen ein generelles Handelsverbot für Flossen in der EU
erwirken. Stimmen Sie jetzt ab: https://eci.ec.europa.eu/012/p...


Über Sharkproject


Sharkproject ist eine im Jahr 2002 gegründete Artenschutzorganisation, welche sich für die über 500
Haiarten und das marine Ökosystem einsetzt. Alle Mitarbeitenden arbeiten ehrenamtlich. Alle
Spendengelder kommen direkt Haischutz-Projekten und der damit verbundenen Bildungs- und
Informationsarbeit zugute. Neben der Dachorganisation Sharkproject International existieren derzeit
Landesorganisationen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Seit 2016 ist Sharkproject
Vollmitglied der International Union for Conservation of Nature (IUCN), dem weltweit größten
Netzwerk für Umwelt- und Artenschutz. Weitere Informationen finden Sie unter: www.sharkproject.org
Spendenkonto Sharkproject International
IBAN: AT09 2011 1828 2116 7301
BIC: GIBAATWWXXX


Rückfragehinweis:
Pressestelle Sharkproject International
Jürgen H. Gangoly, The Skills Group
gangoly@skills.at, +43 1 505 26 25 13

IDA "Take care" Kampagne gegen Plastikmüll in unseren Meeren!


Jens und Philipp räumen auf! IDA-Aktion "Take care - Take one piece"!


Wie jeden Sonnabend tauchen Jens und Philipp in der Ostsee bei Kiel und nehmen Müll mit aus dem Wasser. Dieses Mal war es u. a. eine große Plastikplane. Man(n)/Frau fragt sich oft, wie derartige Dinge ins Wasser geraten.

Neu


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